Kehl am Rhein mit seinen rund 37 000 Einwohnern ist die deutsche Nachbarstadt von Straßburg und übernimmt wichtige verkehrliche Funktionen im Austausch zwischen Frankreich und der Ortenau. Der Rhein wird hier nicht mehr als Grenzfluss wahrgenommen, sondern als verbindendes Element zwischen zwei Nachbarstädten, die über vier Brücken entweder zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit der Straßenbahn oder dem Auto zu erreichen sind.

Etwas mehr als die Hälfte der Einwohner lebt in der Kehler Kernstadt, die über ein kombiniertes Stadt- und Regionalbusnetz gut an die zehn Ortschaften und die Nachbargemeinden Rheinau, Willstätt, Offenburg und Neuried angebunden ist. Zu Zeiten geringerer Fahrgastzahlen im Busverkehr werden Anruf-Linien-Taxis (ALT) sowie Anruf-Sammel-Taxis (AST) eingesetzt. Mehrere Carsharing-Fahrzeuge – unter anderem ein mit Ökostrom betriebenes E-Auto – stehen im Stadtgebiet zur Verfügung.

Kehl besitzt außerdem ein gut ausgebautes Radwegenetz, das stetig erweitert und verbessert wird. Etwa 120 Kilometer Radwege in und um die Stadt laden dazu ein, sportlich und umweltfreundlich die Kehler Ortsteile und das Hanauerland kennen zu lernen oder zur Schule, Ausbildungs- und Arbeitsstätte zu gelangen.

Eine sichere, nachhaltige, leistungsfähige und für jedermann zugängliche Mobilität ist das Entwicklungsziel für den Kehler Stadtverkehr. Die Grundlage dafür bildet das Mobilitätskonzept, das neben dem motorisierten Individualverkehr, dem Wirtschafts- und dem Öffentlichen Personennahverkehr auch den Fuß- und Radverkehr sowie neue Mobilitätsformen wie Car-Sharing, E-Mobilität und Fahrradverleihsysteme umfasst.

Baubürgermeister Harald Krapp über die Teilnahme am Mobilitätsnetzwerk Ortenau:
„Mobilität endet nicht an der Gemarkungsgrenze. Darum wollen wir gemeinsam mit anderen Kommunen Lösungen und Synergieeffekte in Bezug auf nachhaltige Mobilität suchen und finden. Unser Ziel ist, dass sich die Bürgerinnen und Bürger innerhalb ihres Stadtgebiets aber auch darüber hinaus einfach und klimafreundlich fortbewegen können.“