Großes Interesse an der Netzwerkarbeit

Umliegende Kommunen informieren sich über Arbeitsweise und Themenschwerpunkte im Mobilitätsnetzwerk

Am 28.07.2021 fand das Netzwerktreffen des Mobilitätsnetzwerks Ortenau in Schutterwald statt. Die 10 Netzwerkkommunen arbeiten an gemeinsamen nachhaltigen Mobilitätslösungen für die Region. Beim ersten Präsenztreffen nach ca. 10 Monaten ging es vor allem um die geplanten Mobilitätsstationen in den Netzwerkkommunen, für die mit einem Baubeginn im Jahr 2023 gerechnet werden kann. Tilman Petters, Bürgermeister der Stadt Lahr und Geschäftsführer des Netzwerks, machte deutlich, wie wichtig der Netzwerkgedanke für eine erfolgreiche Umsetzung der Mobilitätsstationen sei. Außerdem betonte er, dass den Bürgerinnen und Bürgern eine echte Alternative nachhaltiger Mobilität und der Bewältigung der ersten und letzten Meile gezeigt werden könne. Mobilitätsstationen sind Umsteige- und Verknüpfungspunkte verschiedener Verkehrsmittel wie Car- und Bikesharing und machen multimodale Wegeketten möglich.

Dass großes Interesse an der interkommunalen Zusammenarbeit besteht, um gemeinsame Lösungen für eine Mobilitätswende zu finden, hat die Teilnahme weiterer Städte und Gemeinden gezeigt. Teilgenommen haben Vertreterinnen und Vertreter der Städte Oberkirch, Achern und Ettenheim sowie der Gemeinden Schuttertal, Seelbach, Ortenberg, Durbach und Schwanau. Wie wichtig die Arbeit des Netzwerks für den Landkreis ist, betonte Michael Loritz, Dezernent des Ortenaukreises. Er verstehe das Netzwerk auch als „Ideenwerkstatt“, in der kreative, nachhaltige Mobilitätslösungen entwickelt werden können.

Ein weiterer Themenschwerpunkt des Netzwerks ist die Förderung des Radverkehrs in und zwischen den Gemeinden. Für den Ausbau und die Verbesserung eines sicheren und gemeindeübergreifenden Radnetzes insbesondere für Pendler, fand nachmittags ein durch das Fachbüro ISME aus Stuttgart durchgeführter Workshop statt. In der Arbeitsphase priorisierten Netzwerbeauftragte und Bürgermeister potenzielle Radrouten und diskutierten das weitere Vorgehen beim Ausbau. Das Netzwerk kann zukünftig Fördermittel für Verbesserungen im Straßenbelag, Beschilderung oder auch für die Beleuchtung der Radwege gemeinsam beantragen, um Zeit und Kosten für jede Kommune zu sparen. Der Workshop zeigte, dass der interkommunale Austausch für diese Radverkehrsvorhaben von besonders hohem Nutzen ist. In einem der nächsten Schritte sind die Unternehmen entlang der Radpendlerachsen mit ins Boot zu holen, deren Beschäftigte die Hauptnutzenden sein werden. Gleichzeitig sollen den Unternehmen Maßnahmen aus dem Bereich des betrieblichen Mobilitätsmanagements aufgezeigt werden, bspw. sichere und komfortable Fahrradabstellanlagen in Eingangsnähe, Umkleide- und Duschmöglichkeiten oder ein Fahrradleasing-Angebot, um den Radverkehr ganzheitlich Hand in Hand zu fördern.

 

Um die Zusammenarbeit zu verstetigen und die Umsetzung der Mobilitätsstationen zu realisieren, war die Gründung einer neuen Rechtsform ein weiteres Thema des Treffens.

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