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Fragen & Antworten rund um die Mobilitätsstationen

Was ist eine Mobilitätsstation?

Mobilitätsstationen sind bauliche Installationen im öffentlichen bzw. öffentlich zugänglichen Raum, an denen sich verschiedene Verkehrsträger treffen und Verleihangebote zur Verfügung gestellt werden. Sie ermöglichen beispielsweise den Umstieg von einem Bus in ein Carsharing-Fahrzeug oder auf ein Leihrad/-pedelec. Der Bau solcher Mobilitätsstationen in allen Netzwerkkommunen soll dazu führen, dass Bewohner*innen, Besucher*innen und Unternehmen eine Alternative zum privaten Auto oder Dienstfahrzeug geboten wird.

 

Wie erkenne ich eine Mobilitätstation?

Unter der Marke „Einfach Mobil“ stehen bereits einige Mobilitätsstationen in Offenburg. Die Marke Einfach Mobil und damit die gleiche Ausgestaltung und Funktion soll für die weiteren geplanten Mobilitätsstationen in der Region verwendet werden. Je nach Größe finden Sie dort Leih-Räder und/oder Car-Sharing Fahrzeuge, sowie einen direkten Anschluss zum Bus- oder Schienenverkehr vor.

 

Was bringen mir die Sharing-Angebote der Mobilitätsstationen?

Die Sharing-Angebote sind insbesondere dazu da, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu ergänzen. Stellen Sie sich vor, Sie kommen spät am Abend am Bahnhof an und es fährt kein Bus mehr in Ihre Gemeinde. Schnappen Sie sich einfach ein Leihrad der Mobilitätsstation am Bahnhof und geben Sie es an einer Mobilitätsstation in Ihrer Gemeinde wieder ab. Somit haben Sie die sogenannte „letzte Meile“ umweltfreundlich zurückgelegt.

Bundesweiter Wettbewerb für erfolgreiche Mobilitätsprojekte: Mobilitätsnetzwerk unter den Top 20

Das Mobilitätsnetzwerk Ortenau freut sich sehr unter den 20 Gewinnern des bundesweiten Wettbewerbs „Gemeinsam erfolgreich. Mobil in ländlichen Räumen“ zu sein.

Dieser Erfolg spornt die beteiligten Kommunen an, die Vernetzung auf kommunaler Ebene, aber auch über kommunale Grenzen hinweg weiter voranzutreiben, um Synergien und Innovationen zu fördern und den Handlungsspielraum der Kommunen zu vergrößern.

Mobilität wird im Netzwerk interkommunal betrachtet, denn Mobilität findet über die Gemarkungsgrenzen hinaus statt. Die zehn Netzwerkkommunen haben die Mobilitätsbedürfnisse aus der Bürgerschaft wahrgenommen und sich zur Aufgabe gemacht diesen gerecht zu werden. Damit werden neue nachhaltige Mobilitätsstandards für die Bürger*innen etabliert und deren Lebensqualität gesichert und verbessert. Und das nicht nur zwischen den teilnehmenden Kommunen. Auf längere Sicht soll die Arbeit des Mobilitätsnetzwerks auf die ganze Region strahlen.

Das Mobilitätsnetzwerk ist ein ideales Beispiel dafür, dass interkommunale Zusammenarbeit funktioniert, geplante Mobilitätsvorhaben direkt umgesetzt werden und sogar landkreisweite Projekte angestoßen werden können. Als Modellprojekt kann das Netzwerk wertvolle Erfahrungen weitergeben.

Der Wettbewerb wird im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) ausgerichtet und zeichnet erfolgreich umgesetzte kooperative Mobilitäts-Projekte im ländlichen Raum aus. Im Oktober werden die drei besten Projekte bei einer Abschlussveranstaltung gekürt.

Bürgerbus-Erfahrungen aus der Gemeinde Willstätt

Seit nunmehr über 20 Jahren ist der Bürgerbus in Willstätt und ihren Ortsteilen Legelshurst, Sand, Hesselhurst und Eckartsweier im Einsatz. Mehr als 3.500 Fahrten hat er seit seiner Inbetriebnahme am 05. Juni 2000 zurückgelegt. Das Angebot richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler, Senioren und Bürgerinnen und Bürger ohne Führerschein. Neben der täglichen Schulbeförderung fahren die beiden Fahrerinnen des Bürgerbusses zweimal wöchentlich sogenannte Ortstouren, die die verschiedenen Ortsteile miteinander verbinden. Auch Seniorenausflüge werden ca. einmal pro Monat angeboten. Der Fahrdienst ist für die Bürgerinnen und Bürger aus Willstätt kostenlos. Finanzieren lässt sich das Projekt zum einen durch einen Landeszuschuss von neuerdings 50 % und durch Werbefläche auf dem Fahrzeug. Den Rest übernimmt die Gemeinde selbst.

Jedes Jahr nehmen ca. 1.100 Bürgerinnen und Bürger das Angebot in Anspruch und legen dabei eine Strecke von insgesamt ca. 15.000 km zurück. Damit setzt die Gemeinde Willstätt ein positives Signal in die Region – nachhaltige und alternative Mobilitätslösungen funktionieren auch im ländlichen Raum!

Neue Rubrik zur Umsetzung der Mobilitätsstationen im Newsletter

In den kommenden Newsletter-Ausgaben wollen wir umfassend über die Einrichtung der Mobilitätsstationen informieren und einzelne Themen näher beleuchten: Wie wurden die Potenziale für die Standorte der Stationen ermittelt? Warum funktionieren Sharing-Angebote auch im ländlichen Raum? Wie funktioniert das Ausleihen der Fahrzeuge an den Stationen? Und wie viel kostet das den Nutzer / die Nutzerin? Wie werden die Räder oder Car-Sharing-Fahrzeuge zwischen den Stationen ausgetauscht? Auf diese und weitere Fragen möchten wir Antworten liefern und dabei auch von Erfahrungen der bestehenden Stationen in Offenburg berichten.