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Fragen & Antworten rund um die Mobilitätsstationen

Wie funktioniert das Ausleihen und wo muss ich mich registrieren?

Die Anbieter von Sharing-Diensten bieten mehrere Zugangsmedien zum Verleihsystem an. Das Ausleihen ist in der Regel aber immer über die App oder die Website des jeweiligen Anbieters möglich. Im Vorfeld ist eine Registrierung beim Anbieter vorzunehmen. Insbesondere beim Carsharing sollte diese frühzeitig erfolgen, da eine Führerscheinkontrolle notwendig ist. Anders bei den Leihrädern: Einfach die App runterladen, anmelden, Bezahldaten eingeben und schon kann’s los gehen.

Übrigens: Sie können die Fahrzeuge und teilweise auch Räder im Vorhinein über die App oder die Website reservieren!

 

Kann ich die Leih-Angebote testen, bevor ich mich bei dem Anbieter anmelde?

Ja, Testfahrten sind im Rahmen vom Aktionstagen generell möglich. Ausgewählte Mitarbeitende der Verwaltungen werden in der Ausleihe und Rückgabe der Fahrzeuge bzw. Räder geschult und sollen als Ansprechpersonen bei Aktionstagen zur Verfügung stehen.

Die Stadt Offenburg bietet zum Beispiel im Rahmen des jährlichen Mobilitätstages im September Probefahrten an.

 

Kann ich davon ausgehen, dass ich an der Mobilitätsstation zu jeder Zeit ein Fahrrad vorfinde?

In der App oder auf der Website ist einsehbar, ob ein Leihrad an der Mobilitätsstation zur Verfügung steht. Der Anbieter sorgt dafür, dass mindestens zu den Stoßzeiten Räder an den meistgenutzten Stationen zur Ausliehe zur Verfügung stehen.

Mobilitäts-App erhält Landesförderung

Das Ziel einer Mobilitäts-App im Ortenaukreis rückt einen großen Schritt näher. Bereits im vergangenen Jahr empfiehlt der Ausschuss für Umwelt und Technik dem Kreistag für die Umsetzung der App Mittel in Höhe von 950.000 Euro für die Einführung und jährlich 120.000 Euro für den laufenden Betrieb bereitzustellen. Daraufhin beantragte der Landkreis aufbauend auf der gemeinsamen und partnerschaftlichen Vorarbeit von Netzwerk und Ortenaukreis Fördermittel im Rahmen der „Innovationsoffensive Öffentliche Mobilität“ beim Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg.

Nun wurden Mittel in Höhe von 375.000 € für die weitere Entwicklung der Mobilitäts-App bewilligt.

Geschäftsführender Bürgermeister für diesen Themenschwerpunkt Erik Weide ist erfreut über die Nachricht und bemerkt: „Wir sind stolz, dass wir als Mobilitätsnetzwerk durch die Erstellung eines Leistungsportfolios einen wesentlichen Beitrag zu diesem Erfolg leisten konnten. Damit steht auch die Grundlage für die beiden anderen Themenschwerpunkte. Die Mobilitäts-App wird die neuen Mobilitätsangebote bündeln und für die Bürgerschaft zugänglich und nutzbar machen.“

Weitere Infos zur Förderung „Innovationsoffensive Öffentliche Mobilität“: 2,5 Millionen Euro für innovative Nahverkehrs-Projekte: Baden-Württemberg.de

Busfahren soll günstiger werden – Offenburg führt „Einer“-Einzel- und Mehrfahrtenkarte ein

Mit der Umsetzung der Tarifreform 2021 des Ortenaukreises erfährt der ÖPNV zum 01.08. durch eine Vereinfachung der Tariflandschaft (6 statt 50 Zonen) und eine Absenkung der Tarife einen deutlichen Schub. Insbesondere im Bereich der Zeitkarten sowie der längeren Strecken ergeben sich deutliche Kostenvorteile für die Fahrgäste. Für Einzelfahrten innerhalb des Stadtgebietes sinken die Fahrpreise zwar auch, allerdings nur in geringem Umfang.

Die Stadt Offenburg subventioniert den ÖPNV deshalb zusätzlich und ermöglicht vergünstigte Tickets für Busfahrten im Stadtgebiet. Einzelfahrten werden zum Preis von 1,50 € sowie ein Vierer-Ticket für vier Einzelfahrten zum Preis von 4,00 € angeboten. Die beiden Fahrkarten werden werktags ab 9 Uhr und an den Wochenenden ganztags gültig sein. Die Geltungsdauer beträgt 45 Minuten.

Weitere Große Kreisstadt auf dem Weg zum Einer-Ticket

Der Gemeinderat der Stadt Lahr hat ebenfalls die Einführung des Einer-Tickets beschlossen, vorbehaltlich einer Förderzusage des Bundes.

Großes Interesse an der Netzwerkarbeit

Umliegende Kommunen informieren sich über Arbeitsweise und Themenschwerpunkte im Mobilitätsnetzwerk

Am 28.07.2021 fand das Netzwerktreffen des Mobilitätsnetzwerks Ortenau in Schutterwald statt. Die 10 Netzwerkkommunen arbeiten an gemeinsamen nachhaltigen Mobilitätslösungen für die Region. Beim ersten Präsenztreffen nach ca. 10 Monaten ging es vor allem um die geplanten Mobilitätsstationen in den Netzwerkkommunen, für die mit einem Baubeginn im Jahr 2023 gerechnet werden kann. Tilman Petters, Bürgermeister der Stadt Lahr und Geschäftsführer des Netzwerks, machte deutlich, wie wichtig der Netzwerkgedanke für eine erfolgreiche Umsetzung der Mobilitätsstationen sei. Außerdem betonte er, dass den Bürgerinnen und Bürgern eine echte Alternative nachhaltiger Mobilität und der Bewältigung der ersten und letzten Meile gezeigt werden könne. Mobilitätsstationen sind Umsteige- und Verknüpfungspunkte verschiedener Verkehrsmittel wie Car- und Bikesharing und machen multimodale Wegeketten möglich.

Dass großes Interesse an der interkommunalen Zusammenarbeit besteht, um gemeinsame Lösungen für eine Mobilitätswende zu finden, hat die Teilnahme weiterer Städte und Gemeinden gezeigt. Teilgenommen haben Vertreterinnen und Vertreter der Städte Oberkirch, Achern und Ettenheim sowie der Gemeinden Schuttertal, Seelbach, Ortenberg, Durbach und Schwanau. Wie wichtig die Arbeit des Netzwerks für den Landkreis ist, betonte Michael Loritz, Dezernent des Ortenaukreises. Er verstehe das Netzwerk auch als „Ideenwerkstatt“, in der kreative, nachhaltige Mobilitätslösungen entwickelt werden können.

Ein weiterer Themenschwerpunkt des Netzwerks ist die Förderung des Radverkehrs in und zwischen den Gemeinden. Für den Ausbau und die Verbesserung eines sicheren und gemeindeübergreifenden Radnetzes insbesondere für Pendler, fand nachmittags ein durch das Fachbüro ISME aus Stuttgart durchgeführter Workshop statt. In der Arbeitsphase priorisierten Netzwerbeauftragte und Bürgermeister potenzielle Radrouten und diskutierten das weitere Vorgehen beim Ausbau. Das Netzwerk kann zukünftig Fördermittel für Verbesserungen im Straßenbelag, Beschilderung oder auch für die Beleuchtung der Radwege gemeinsam beantragen, um Zeit und Kosten für jede Kommune zu sparen. Der Workshop zeigte, dass der interkommunale Austausch für diese Radverkehrsvorhaben von besonders hohem Nutzen ist. In einem der nächsten Schritte sind die Unternehmen entlang der Radpendlerachsen mit ins Boot zu holen, deren Beschäftigte die Hauptnutzenden sein werden. Gleichzeitig sollen den Unternehmen Maßnahmen aus dem Bereich des betrieblichen Mobilitätsmanagements aufgezeigt werden, bspw. sichere und komfortable Fahrradabstellanlagen in Eingangsnähe, Umkleide- und Duschmöglichkeiten oder ein Fahrradleasing-Angebot, um den Radverkehr ganzheitlich Hand in Hand zu fördern.

 

Um die Zusammenarbeit zu verstetigen und die Umsetzung der Mobilitätsstationen zu realisieren, war die Gründung einer neuen Rechtsform ein weiteres Thema des Treffens.