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Veranstaltungshinweis: Klimafreundliche Mobilität kommunizieren

Einladung zur zweiten Veranstaltung
MobilitätsIMPULSE
mit Verkehrsminister Winfried Hermann MdL
Dienstag, 26. November 2019
um 18 Uhr

Klimaschutz im Verkehrsbereich ist auf der politischen Agenda nach vorne gerückt. Auch in Baden-Württemberg sind
ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen erforderlich. Dafür müssen einerseits Mittel bereitgestellt und andererseits Maßnahmen umgesetzt werden, denn der Verkehr ist noch weit von einer Trendwende entfernt. Die Emissionen steigen weiter.

Klimaschutz im Verkehr erfordert neue Verhaltensweisen

Für die Umsetzung klarer Rahmenbedingungen und veränderter Mobilitätsräume braucht die Politik die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger. Doch wie kann man sinnvoll über Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr kommunizieren? Sollten positive Veränderungen oder Schreckensszenarien eingesetzt werden? Wie werden Transformation und Chancen verständlich?

Mit der Vortragsreihe MobilitätsIMPULSE möchte das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg einen Beitrag zur öffentlichen Diskussion über den notwendigen Wandel in der Mobilität, der Gesellschaft und der Wirtschaft leisten und mit Ihnen in einem entspannten Rahmen ins Gespräch kommen.

Kommunikation als Bindeglied zwischen Ziel und Umsetzung

Lassen Sie sich durch Vorträge zur Kommunikation als Bindeglied zwischen effektiver Umsetzung und ambitionierten Zielvorstellungen klimaschützender Maßnahmen aus verschiedenen Perspektiven inspirieren. Und vernetzen Sie sich in informellen Gesprächen mit den verschiedensten Akteuren aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft, Verbänden, Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und anderen Bereichen.

Informationen zu Programm und Anmeldung zum Download (PDF)

Veranstaltungshinweis: Mainauer Mobilitätsgespräch mit Fokus auf Kinder und Jugendliche

Für Fachplaner und Experten ist Mobilität für junge Menschen eine Herausforderung. Kinder und Jugendliche wollen und müssen zu unterschiedlichen Zeiten an vielen Orten sein. Doch wie sehen Kinder und Jugendliche das Thema Mobilität, was brauchen junge Menschen?

Das 22. Mainauer Mobilitätsgespräch geht diesen Fragen mit Betroffenen und Experten nach und wird das Thema aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen erschließen. Dass diese neue Mobilität nicht nur bedarfsgerecht sein soll, sondern auch umwelt- und klimafreundlich, führen uns unter anderem junge Menschen von „Fridays for Future“ eindrücklich vor Augen.

Mainauer Mobilitätsgespräch:
Mobilitätskonzepte der Zukunft – mit Kindern und Jugendlichen Mobilität gestalten

Montag, 21. Oktober 2019,
9:30 Uhr auf der Insel Mainau.

Informationen zur Anmeldung und zum Programm finden Sie hier.

3. Netzwerktreffen des Mobilitätsnetzwerks Ortenau

Auswahl der begleitenden Fachbüros und Erfahrungsberichte zum Radverkehr

Das Mobilitätsnetzwerk Ortenau soll nicht nur die Kommunen im Bereich der Mobilität vernetzen. Es dient auch als Informations- und Beratungsplattform zwischen Kommunen und externen Fachleuten. Dementsprechend fanden in den letzten Wochen Gespräche mit mehreren Dienstleistern statt, die ihr Angebote in den Bereichen Mobilitätsstationen, (E-)Radverkehr und digitale Vernetzung vorstellten. Für alle drei Themen hat das Netzwerk inzwischen gute Partner gefunden, die in den kommenden zweieinhalb Jahren die Kommunen im Rahmen von Ressourceneffizienzberatungen begleiten werden.

Teilnehmer*innen des Netzwerktreffens machen sich mit dem E-Lastenrad vertraut.

Ganz im Zeichen des Radverkehrs

Mehrere Kommunen präsentierten ihre Erfahrungen rund um Fahrräder mit und ohne E-Antrieb. Martin Stehr vom Stadtplanungsamt in Lahr berichtete vom Pedelecverleihsystem und der Pedelec-Kaufprämie. Bürgermeister Christian Huber aus Willstätt stellte Motivationsmodelle für den Wechsel vom Auto auf das Fahrrad vor. Bürgermeister Jochen Fischer aus Neuried erläuterte Erfahrungen mit dem Pedelec-Konzept „GemeindeRad“.

Mobilitaetsnetzwerk Ortenau: Testfahrt E-Lastenrad

Der Gastgeber des 3. Netzwerktreffens in Aktion: Bürgermeister Martin Holschuh aus Schutterwald testet das E-Lastenrad.

Große Interesse erweckte ein E-Lastenrad, das Martin Steht aus Lahr mitgebracht hatte. So ein „Porsche unter den E-Lastenrädern“ (so Martin Stehr) könnte in Zukunft den Transportverkehr innerhalb der Ortschaften wesentlich umweltfreundlicher gestalten. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zur Probefahrt.

Das nächste Treffen ist im Oktober geplant.

Zehn Ortenauer Städte und Gemeinden gründen bundesweit erstes interkommunales Netzwerk für die Mobilität der Zukunft

Nachhaltige Alternativen zum Individualverkehr vorantreiben

Zusammenarbeit unter anderem zu Carsharing, Mitfahrsystemen, Leihrädern, Lastenpedelecs, betrieblichem Mobilitätsmanagement und ÖPNV-ergänzenden Angeboten. endura kommunal koordiniert Vorhaben.

Zehn Ortenauer Städte und Gemeinden wollen künftig im Nahverkehr enger kooperieren, um die Mobilität in der Region klimafreundlicher zu gestalten. Am 15. April 2019 haben sie einen Vertrag zur verstärkten übergemeindlichen Zusammenarbeit bei Carsharing, Radverkehr sowie weiteren Alternativen zum Individualverkehr mit Pkw unterzeichnet. Steigende Pendlerzahlen in der Ortenau, Staus, Lärm-, Feinstaub- und Emissionsbelastungen sowie die öffentliche Diskussion über die Verkehrswende macht es für die Kommunen immer wichtiger, sich mit Mobilitätsfragen zu befassen. Das Freiburger Beratungsbüro endura kommunal wird die Zusammenarbeit der zehn teilnehmenden Kommunen Appenweier, Friesenheim, Gengenbach, Kehl, Lahr, Neuried, Offenburg, Rheinau, Schutterwald und Willstätt koordinieren. Geplant ist unter anderem die Einführung einer Smartphone-App. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das bundesweit erste Netzwerk für die Mobilität der Zukunft mit rund 60 Prozent.

Weitere Informationen und Neuigkeiten über das Mobilitätsnetzwerk künftig online unter www.mobilitätsnetzwerk-ortenau.de.

Bürgermeister und Verwaltungsmitarbeiter der zehn Kommunen sowie die Netzwerkmanager von endura kommunal vor einer Mobilitätsstation mit Carsharing-Auto und Leihrad in Offenburg. Foto: Stadt Offenburg

Im Ortenaukreis setzen bereits etliche Kommunen vor Ort konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Mobilitätsangebots um. Erste Erfolge zeigen sich beispielsweise in Form von Carsharing-Stationen im öffentlichen Raum und Elektroautos im städtischen Fuhrpark. Bisher agieren die jeweiligen Verwaltungen aber häufig noch im Alleingang. Dabei endet Mobilität nicht an der Gemarkungsgrenze, im Gegenteil. Viele Maßnahmen lassen sich erst sinnvoll und wirtschaftlich durch interkommunale Kooperation planen und umsetzen. Dies gilt etwa für den flächendeckenden Ausbau von Mobilitätsstationen, über die der reibungslose Wechsel zwischen unterschiedlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn, Carsharing und Fahrrad möglich wird. Auch Planung und Aufbau eines interkommunalen Radwegenetzes gilt als wichtige Gemeinschaftsaufgabe der Region.

Gemeinsam geht es besser

Vor diesem Hintergrund machen sich zehn Städte und Gemeinden im Ortenaukreis nun auf den Weg, nach gemeinsamen Lösungen und Synergieeffekten zu suchen. Das Mobilitätsnetzwerk Ortenau wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert und ist bundesweit das Erste seiner Art. Die Laufzeit ist auf drei Jahre angelegt, die Förderquote liegt bei rund 60 Prozent. Der Bund unterstützt die konzeptionelle Arbeit und den Austausch. Die erarbeiteten Ergebnisse sollen außerdem als Bausteine in das Gesamtverkehrskonzept des Landkreises einfließen. Die Recherche und gemeinsame Antragstellung weiterer Mittel für investive Maßnahmen, etwa zum Bau gemeinsam genutzter Mobilitätsstationen als Standort von Carsharing-Autos, sind ein weiteres Ziel des Netzwerkes.

Die zehn Netzwerkkommunen verständigten sich im Vorfeld auf folgende Schwerpunkte:
1. Multimodale Systeme: Mobilitätsstationen im interkommunalen Verbund
2. Gemeindeübergreifender Radverkehr, insbesondere auch für Pendlerinnen und Pendler sowie die verstärkte Nutzung von Pedelecs und E-Bikes
3. Vernetzung der Nahmobilitätsangebote in einer App

Nahtloser Wechsel zwischen ÖPNV und Leihrad, Lastenpedelec und Carsharing-Auto

Die zehn Kommunen teilen zahlreiche Visionen für eine Mobilität der Zukunft. Dazu gehört zum Beispiel, dass zukünftig ein Carsharing-Auto in Kommune A ausgeliehen und in Kommune B zurückgegeben werden kann. Der nahtlose Wechsel zwischen ÖPNV und Leihrad, Lastenpedelec und Carsharing-Auto soll durch gemeinsame Buchungs- und Ausleihsysteme über Anbietergrenzen hinweg möglich werden. App-basierte Mobilitätsassistenten liefern dafür die entsprechenden Routenempfehlungen, die alle Verkehrsträger verbinden.

Teil der Vision ist auch, dass Pendler perspektivisch für ihren täglichen Arbeitsweg vom Auto auf das Fahrrad wechseln, weil die nötige Infrastruktur, wie gut ausgebaute Radwege und Ladesäulen für Pedelecs, vorhanden ist.

Download der Pressemitteilung als PDF.