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Zweiter Workshop für eine Mobilitäts-App bringt neue Ergebnisse

Am Dienstag, den 11. Februar 2020 fand in Neuried der zweite Workshop zur Bedürfnisanalyse an eine Mobilitäts-App im Rahmen des Mobilitätsnetzwerkes Ortenau statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus den Gemeinden Schutterwald, Neuried und der Stadt Lahr. Personen aus der Bürgerschaft, Politik, Wirtschaft, Verbände, Jugend, Senioren, Schulen, Behörden sowie regionale Mobilitätsanbieter, das Landratsamt und die TGO erarbeiteten Anforderungen an eine ideale Mobilitäts-App. Die Leitung erfolgte durch das Büro „insertEFFECT“ aus Nürnberg. Auch das Büro „endura kommunal“ war als Netzwerkmanagement zur Unterstützung dabei.

Unter der Fragestellung „Wobei kann eine App uns unterstützen und wie muss sie gemacht sein, damit sie funktioniert?“, erarbeiteten die Teilnehmenden innerhalb des Workshops Lösungsansätze.

Insgesamt wurden 7 Personas mit einem persönlichen Profil betrachtet. Beispielsweise gab es eine Persona in Form einer Studentin, die in Karlsruhe studiert, aber jedes Wochenende nach Offenburg pendelt und viele Freunde in ganz Baden-Württemberg regelmäßig besucht. In Kleingruppen wurde darüber diskutiert, wie die Persona unterwegs ist und welche Bedürfnisse und Ziele sie in Bezug auf die Mobilität hat.

Im weiteren Verlauf mussten den Personas geeignete Verkehrsmittel zugeordnet werden. Für die Wochenendheimfahrten der Studentin ist die Bahn beispielsweise ein regelmäßig genutztes Verkehrsmittel, obwohl Carsharing auch eine Option wäre. Im Anschluss wurden Mobilitätsformen ausgewählt, die durch eine App unterstützt werden können. Als Ergebnis wurden u.a. die Barrierefreiheit oder die Möglichkeit einer Fahrradmitnahme im ÖPNV als app-relevanten Punkte genannt. Echtzeitangaben, alle Verkehrsträger in einer App zu haben, eine einfache Bedienbarkeit und eine Bezahlmöglichkeit, mit der alle Verkehrsträger einer Reisekette bezahlt werden können, sind nur wenige Beispiele, die als Zwischenergebnis aus dem Beteiligungsprozess einfließen.

Die detaillierten Ergebnisse werden im weiteren Verlauf von „insertEFFECT“ ausgewertet.

Ein großer Konsens mit dem ersten Workshop, der zwei Wochen vorher mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Friesenheim, Gengenbach und Offenburg stattgefunden hatte, herrschte beim Thema „Multimodalität“. Verschiedene Verkehrsformen wie z.B. Auto, Fahrrad und ÖPNV inkl. Echtzeitfunktionen sollen dabei in einer App zusammengefasst werden.

Ein deutlicher Unterschied zum ersten Workshop war die hohe Bewertung verschiedenen Formen der geteilten Mobilität, wie Mitfahrgelegenheiten im Auto oder das Teilen eines gemeinsamen Taxis, aber auch die Zusammenführung von Fahrradfahrern, um in der Gruppe sicherer zu fahren. Das Anruf-Sammeltaxi und Park & Ride-Informationen wurden als sehr wichtig erachtet – im ersten Workshop waren diese nur ein Randthema.

Der nächste und letzte Workshop findet in Appenweier am 29.04.2020 statt. Als Ergebnis der drei Workshops wird es eine Ausarbeitung der Ergebnisse als Grundlage für die weiteren Schritte zur Realisierung der App geben.

Vorbereitungen für eine Mobilitäts-App nehmen Fahrt auf

„Die beste Kenntnis von Gegebenheiten und Rahmenbedingungen haben stets die Menschen vor Ort“. Unter dieser Maxime trafen sich am vergangenen Donnerstag über 40 Personen zu einem Workshop in Offenburg. Der Ortenaukreis und das Mobilitätsnetzwerk Ortenau arbeiten derzeit gemeinsam an der Konzeption zur Einführung einer Mobilitäts-App für die Region. Ziel ist es, entsprechend den jüngst vom Kreistag beschlossenen „Politischen Leitlinien zur Mobilität in der Ortenau“ die Nahmobilität weiter zu entwickeln und einen spürbaren Schritt hin zum umweltverträglichen Verkehr, insbesondere auch Pendlerverkehr, zu erreichen.

Die teilnehmenden Personen kamen aus den Bereichen Bürgerschaft, Politik, Wirtschaft, Verbände, Jugend, Senioren, Schulen, Behörden aus Friesenheim, Gengenbach, Offenburg und Zell am Harmersbach sowie regionale Mobilitätsanbieter und die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg. Sie erarbeiteten Anforderungen an die ideale Mobilitäts-App. Hierbei erfolgte Unterstützung durch die Experten für digitale Mobilität „insert effect“ aus Nürnberg. Auch das Büro „endura kommunal“ war unterstützend vor Ort. Dabei stand der Kreativität nichts im Wege und auch der Spaß kam nicht zu kurz. So war es am Ende nicht überraschend, dass der Workshop von den Teilnehmenden nach vier Stunden Arbeit überaus positiv bewertet wurde.

Zwei weitere Workshops finden in den kommenden Monaten in Neuried am 11.02.2020 und in Appenweier am 29.04.2020 statt, bei denen wiederum mehrere Städte und Gemeinden, Landkreis und TGO eingebunden werden. Als Ergebnis wird eine Ausarbeitung als Grundlage für die weiteren Schritte zur Realisierung der App vorliegen.

Ortenauer Kommunen setzen Prioritäten für regionale Mobilität

Mit dem 4. Netzwerktreffen startet das Ortenauer Mobilitätsnetzwerk in die konkrete Entwicklungsphase

Aufbau von Mobilitätsstationen, Förderung des Radfahrens und digitale Vernetzung der Nahmobilität: Drei große Ziele hat sich das Mobilitätsnetzwerk Ortenau gesetzt. Auf dem 4. Netzwerktreffen Ende Oktober 2019 haben Vertreter der zehn Kommunen, die Anfang dieses Jahres das Netzwerk gründeten, diese Ziele konkretisiert. Erste Maßnahmen für 2020 zeichnen sich ab.

Vier Fachbüros analysieren aktuell den Status Quo hinsichtlich der gesetzten Ziele. Wo bestehen bereits Mobilitätsstationen und wie werden sie genutzt? Wo liegen die Quell- und Zielpunkte des Radverkehrs im Ortenaukreis? Welche Integrationstiefen sind bei einer Vernetzung per App in der Region möglich?

Verkehrstechnische Analyse und Best-Practice-Beispiele

Die Mobilitätsberater von INOVAPLAN (Mobilitätsstationen), Green City Experience (Förderung des Radfahrens bei Unternehmen und Mitarbeitenden), ISME (Untersuchung des Radwegenetzes) und InsertEFFECT (Digitale Vernetzung der Nahmobilität) diskutierten ihre geplante Vorgehensweise mit den Netzwerkkommunen. So haben die Netzwerkmitglieder Wünsche für Mobilitätskampagnen geäußert, Erwartungen präzisiert und nächste Schritte abgesteckt. Zum Thema App-Entwicklung wurde der Weiterbildungsbedarf der einzelnen Kommunen abgefragt.

Der interkommunale Austausch funktioniert

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen sich beeindruckt von der konzentrierten Arbeitsatmosphäre im Netzwerk. „Vor allem die große Bereitschaft aller Kommunen miteinander zu arbeiten und voneinander zu lernen ist ein großer Gewinn für die Region“, erklärte Laura Fritsche, Mitverantwortliche für die Koordination des Netzwerks von endura kommunal.

Zur Vorbereitung auf die 2020 beginnende Realisierungsphase schlägt Tilman Petters, Bürgermeister aus Lahr, eine engere Verzahnung zwischen Mobilitätsnetzwerk und politischen Gremien vor. Das Netzwerkmanagement wird vorbereitend die Möglichkeiten für Fördermittel zur Umsetzung recherchieren.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Netzwerktreffens entwickeln gemeinsam die Inhalte der Themenschwerpunkte.

 

Veranstaltungshinweis: Klimafreundliche Mobilität kommunizieren

Einladung zur zweiten Veranstaltung
MobilitätsIMPULSE
mit Verkehrsminister Winfried Hermann MdL
Dienstag, 26. November 2019
um 18 Uhr

Klimaschutz im Verkehrsbereich ist auf der politischen Agenda nach vorne gerückt. Auch in Baden-Württemberg sind
ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen erforderlich. Dafür müssen einerseits Mittel bereitgestellt und andererseits Maßnahmen umgesetzt werden, denn der Verkehr ist noch weit von einer Trendwende entfernt. Die Emissionen steigen weiter.

Klimaschutz im Verkehr erfordert neue Verhaltensweisen

Für die Umsetzung klarer Rahmenbedingungen und veränderter Mobilitätsräume braucht die Politik die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger. Doch wie kann man sinnvoll über Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr kommunizieren? Sollten positive Veränderungen oder Schreckensszenarien eingesetzt werden? Wie werden Transformation und Chancen verständlich?

Mit der Vortragsreihe MobilitätsIMPULSE möchte das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg einen Beitrag zur öffentlichen Diskussion über den notwendigen Wandel in der Mobilität, der Gesellschaft und der Wirtschaft leisten und mit Ihnen in einem entspannten Rahmen ins Gespräch kommen.

Kommunikation als Bindeglied zwischen Ziel und Umsetzung

Lassen Sie sich durch Vorträge zur Kommunikation als Bindeglied zwischen effektiver Umsetzung und ambitionierten Zielvorstellungen klimaschützender Maßnahmen aus verschiedenen Perspektiven inspirieren. Und vernetzen Sie sich in informellen Gesprächen mit den verschiedensten Akteuren aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft, Verbänden, Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und anderen Bereichen.

Informationen zu Programm und Anmeldung zum Download (PDF)