Feierliches Netzwerktreffen in Lahr

Die 14 Kommunen des Mobilitätsnetzwerks Ortenau stoßen auf dreieinhalb Jahre interkommunale Zusammenarbeit im Bereich klimafreundliche Mobilität an. Gefeiert wurde auch die Fortführung des Netzwerks und die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Mobilitätsangebote in den Netzwerkkommunen in der Ortenau.     

Neben einem Rückblick auf die vergangenen dreieinhalb Jahre Mobilitätsnetzwerk Ortenau wurden in einem Workshop die Herausforderungen, aber vor allem die Erfolgsfaktoren des Netzwerks diskutiert.  

Die Bürgermeister und Netzwerkbeauftragten betonten, dass das Netzwerk gemeinsam Dinge leisten konnte, die die Kommunen einzeln so nicht geschafft hätten. Durch die interkommunale Zusammenarbeit konnten vor allem kleine Kommunen vom Wissensaufbau profitieren und sind nun bestens gewappnet nachhaltige Mobilität vor Ort umzusetzen. Unbedingt beibehalten werden solle die Flexibilität und Umsetzungsorientierung des Netzwerks. Für die kommenden Jahre spielt vor allem die kommunikative Begleitung bei der Umsetzung der Mobilitätsstationen eine wichtige Rolle. 

Das Mobilitätsnetzwerk konzentriert sich in der folgenden Zeit auf den gemeinsamen Bau der Mobilitätstationen, möchte aber auch an weiteren Mobilitätsthemen, wie der Verbesserung des ÖPNV, gemeinsam arbeiten. 

Zu Gast war außerdem Max Reichenbach vom Regierungspräsidium Freiburg. Er stellte den Mobilitätspakt Lahr vor. Im Mobilitätspakt stimmen Politik, Verwaltung und Wirtschaft ihre Planungen und Projekte mit- und aufeinander ab und arbeiten gemeinsam an umweltfreundlichen Mobilitätslösungen. 

Zum Abschluss des Treffens wurden noch die Korken geknallt: die Arbeit im Mobilitätsnetzwerk Ortenau wird für die kommenden drei Jahre voraussichtlich weiter gefördert werden können.

Fragen & Antworten rund um die Mobilitätsstationen

Was tun, wenn die Fahrradverleih-Station voll besetzt ist?

Kein Problem, das Leihrad kann neben der Station abgestellt werden und muss dann manuell abgeschlossen werden. Hat das Rad einen E-Antrieb, kann es in dieser Zeit natürlich nicht geladen werden. Der Service des Verleih-Anbieters kümmert sich schnellstmöglich darum, dass das Rad dann an einem freien Lade-Platz abgestellt werden kann.

 

Kann ich Werbung auf den Leihrädern oder an den Stationen schalten?

Ja, das Sponsoring ist grundsätzlich möglich. Die Werbeflächen z.B. auf den Leihrädern können gemietet werden. Die Hoheit hat hierbei die jeweilige Kommune.

 

Werden die Leihräder eine Kupplung für z.B. Kinderanhänger haben?

Leider nein. Es ist nicht möglich sich auf ein Kupplungssystem festzulegen, da die Kompatibilität mit den verschiedenen Fahrrad-Anhängern nicht immer gewährleistet ist. Außerdem würde es im Falle eines Unfalls Komplikationen mit der Versicherung des Betreibers der Leihräder geben.

 

Wird es E-Lastenräder zum Ausleihen geben?

Perspektivisch ja. E-Lastenräder sollen in der Ausschreibung als Erweiterungsmöglichkeit Berücksichtigung finden. Insbesondere in ländlichen Gebieten, aber auch in Wohngebieten bieten E-Lastenräder nämlich erhebliches Potenzial, den Umstieg vom Auto auf den Umweltverbund zu erleichtern.

Umstieg leicht gemacht. Mobilitätsstationen zur nachhaltigen Vernetzung der Ortenau

Oliver Martini (Bürgermeister Stadt Offenburg), Sandra Kristensen-Seethaler (Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg), Sarah Berberich (Netzwerkmanagerin Mobilitätsnetzwerk Ortenau) und weitere Akteure des Mobilitätsnetzwerk Ortenau sprechen über bestehende und geplante Mobilitätsstationen im Netzwerk.

 

 

 

 

Ausgezeichnet mobil: Mobilitätsnetzwerk Ortenau ist Gewinnerprojekt des Bundeswettbewerb „Gemeinsam erfolgreich. Mobil in ländlichen Räumen“

Ein gutes Konzept und die richtige Herangehensweise – das Mobilitätsnetzwerk Ortenau macht es richtig. Am 28.10.2021 wurde das Projekt für die gelungene Kooperation zur Verbesserung der Mobilität im Wettbewerb „Gemeinsam erfolgreich. Mobil in ländlichen Räumen“ ausgezeichnet. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hatten den Wettbewerb im Programm Region gestalten initiiert.

Mobil zu sein ist Voraussetzung, um am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilzunehmen. Um Mobilitätsprobleme zu lösen, sind Kooperationen oft entscheidend, gerade in ländlichen Regionen. Die 10 Mitgliedskommunen wissen beides und haben das Mobilitätsnetzwerk eingereicht:

Mobilität wird im Netzwerk interkommunal betrachtet, denn Mobilität findet über die Gemarkungsgrenzen hinaus statt. Die zehn Netzwerkkommunen haben die Mobilitätsbedürfnisse aus der Bürgerschaft wahrgenommen und sich zur Aufgabe gemacht diesen gerecht zu werden. Damit werden neue nachhaltige Mobilitätsstandards für die Bürger*innen etabliert und deren Lebensqualität gesichert und verbessert. Und das nicht nur zwischen den teilnehmenden Kommunen. Auf längere Sicht soll die Arbeit des Mobilitätsnetzwerks auf die ganze Region strahlen.

Eine Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Forschung, Verkehr und Verwaltung hatte aus 45 Bewerbungen die 20 besten in Kooperation umgesetzten Mobilitätsprojekte ausgewählt. Dr. Markus Kerber, Staatssekretär im BMI, lobt das Engagement der Gewinnerinnen und Gewinner: „Die im Wettbewerb ausgezeichneten Kooperationsprojekte gehen voran und zeigen bundesweit, wie Mobilität aussehen kann! Hier ist die Zukunft schon in die Praxis eingezogen. Das wollen wir würdigen und wir wollen zum Nachahmen animieren!“

Das Mobilitätsnetzwerk und die anderen Gewinnerprojekte werden im Online-Nachschlagewerk für Mobilitätslösungen Mobilikon vorgestellt. „Die erfolgreich umgesetzten Kooperationsprojekte können auch in anderen Kommunen Schule machen“, ergänzt der Leiter des BBSR, Dr. Markus Eltges. „Mobilikon zeigt an diesen und vielen weiteren Beispielen, wie solche Maßnahmen die Mobilität vor Ort verbessern. Das Online-Nachschlagewerk beschreibt die Maßnahmen sehr anschaulich, um Verantwortliche in Kommunen bei der Umsetzung ähnlicher Projekte zu unterstützen.“